Nit de Nin Print informations
Artikelnummer 9930002844
Residual sugar M
Drink temperature 18°
Alcohol Content 15,0%
Parker Points 98
Manufacturer Familia Nin Ortiz, Polígon 6 Parcel·la 288, 43730 Falset-Tarragona / Spain
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 25.11.2018, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Farbe:

dunkles, fast schwarzes Purpur

 

Informationen:

Von Porrera aus braucht man eine gute halbe Stunde mit dem Jeep, bevor man die waghalsige Strecke hinauf zum Mas d’en Caçador geschafft hat. Der Weinberg liegt völlig abgelegen an der Grenze von Porrera und Gratallops. Mit rund 650 Metern Höhe ist er eine der höchsten Lagen im Priorat, von der aus man den Blick über das gesamte Gebiet schweifen lassen kann. Die 80 bis 110 Jahre alten niedrigen Garnatxa-, Garnatxa Pelluda- und Cariñena-Rebstöcke stehen auf reinen Llicorella-Eisenschiefer-Terrassen, die mit Maultieren bewirtschaftet werden. Der von Hand geerntete Wein wird spontan vergoren und reift im großen Fuder. Diesen absolut außergewöhnlichen Weinberg von drei Hektar konnten Ester Nin und Carles Ortiz im Jahr 2004 übernehmen.

 

Nase:

Schon im Duft zeigt sich, und zwar ab der ersten Sekunde, um was für einen tiefgründigen und zutiefst mineralischen Wein es sich hier handelt. Im Vordergrund findet sich zwar zunächst die reife dunkle Frucht von Schwarzkirschen und Brombeeren, aber sie bleibt nicht wirklich im Vordergrund. Prägender sind der Duft von trockenem Gestein, Unterholz, Lorbeer, ätherischen Ölen und balsamischen Noten. Dabei schafft es der Wein, tiefgründig und zart zugleich zu wirken.

 

Mund:

Es ist ein saftiger und frischer Auftakt, den diese Cuvée von uralten Reben liefert. Rotbeerig wirkt der Wein zunächst, bevor er mit Luft immer dunkler und dunkler wird. Dabei finden sich neben all der dunklen Frucht ebenso Noten von trockenem Holz, von Holzkohle, Veilchen und dunkler Soja-Sauce. Die Süße der Frucht steht in genauer Balance zur Säure, das Tannin wirkt wie ein feiner Dunst, der alles umgibt, und die Mineralität, die diese uralten Reben aus dem Llicorella-Boden schöpfen, ist von überwältigender Tiefe. Der noch sehr junge Wein sollte – wenn er jetzt schon getrunken wird – über Stunden oder Tage vorher geöffnet oder dekantiert werden.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
Parse Time: 0.709s