Peyre Rose , Languedoc

Clos Des Cistes

Syrah, 2008, 750ml, Grenache

 
Clos Des Cistes Print informations
Artikelnummer 9910215021
Residual sugar M
Drink temperature 16°
Alcohol Content 14,5%
Manufacturer Domaine Peyre Rose, Route de Villeveyrac, 34230 Saint Pargoire / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-10
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 14.11.2018, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein

Dies ist einer der beiden Syrah von Marlène Soria, einer der »besten, verrücktesten, unbändigsten Weinmacherinnen des ganzen Languedoc«, wie es in der Vinum heißt. Dass ein gerüttelt Maß an Charakterstärke dazu gehört, seine Weine über zehn Jahre lang im großen Holz und im Zementtank auszubauen, bevor man sie abfüllt, ist sicher richtig. Doch das, was dabei herauskommt, gibt ihr Recht. Der Clos de Cistes ist ein Syrah, der mit einem kleinen Anteil Grenache vergoren wird. Beide Rebsorten stehen im selben Weinberg auf hartem Felsgestein.

 

Farbe

dunkles Ziegelrot mit bräunlichen Reflexen

 

Nase

Reife Walnüsse, ein Hauch von Nelken und ein wenig Muskatnuss sind die zunächst prägenden Aromen dieses über zehn Jahre gereiften Weines von Marlène Soria, der nach dem Öffnen direkt karaffiert wurde. Dieser Wein schreit geradezu nach viel Luft und gibt dann auch immer mehr von seiner dichten und komplexen Aromatik preis. Die Walnuss bleibt auch mit Luft und Wärme Teil des Potpourris, dazu kommen Noten von abgehängtem Fleisch, von Unterholz, Schlehen und von ein wenig Ackerbau und Viehzucht – was allerdings keineswegs stört, sondern integriert und auch nur ganz sanft wahrnehmbar ist. Mit Wärme wird auch die dunkle, fast schwarze Frucht immer prägnanter. Sie bringt einen süßen, reifen Kern mit und ein wunderbar saftiges Waldbeer-Parfum.

 

Gaumen

Obwohl die Farbe des Clos de Cistes schon ins Oxidative reicht, präsentiert sich diese Cuvée am Gaumen jugendlich ungebunden und voller Tatendrang. Der Wein verfügt über viel Kraft sowie Druck und liefert außerdem ein markantes, aber reifes Tannin. Auch hier, wie schon im Duft, zeigt sich die dunkle Frucht von schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren und Blaubeeren mit einem süßen Kern, wirkt aber trotzdem kühl und frisch. Dazu trägt natürlich auch die Säure bei, die diesem fleischigen und auch kräuterduftigen Wein das notwendige Rückgrat verleiht.  Das ist sehr stimmig, komplex und einladend. Der Wein steht trotz den zehn Jahren Kellerreife immer noch am Anfang seiner Entwicklung.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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