Riesling Marienburg Grosse Lage Print informations
Artikelnummer 9912014118
Drink from: 2019
Drink to: 2040
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 12,0%
Acidity 6,7 g/l
Sweetness 8 g/l
Parker Points 98
Manufacturer Weingut Clemens Busch, Kirchstrasse 37, 56862 Pünderich / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-039
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 18.04.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein

Dieser Wein stammt von mehr als 90 Jahre alten Reben aus der Pündericher Marienburg Felsterrasse. Die exponierte Lage ist geprägt von graublauem Schiefer. Sie gilt als Clemens Buschs Lieblingsparzelle. Seine Weine werden alle spontan und langsam vergoren und reifen zumindest zwei Jahre lang im großen Fuder.

 

Farbe:

mittleres Strohgelb

 

Nase:

Schon in der Nase zeigt sich der Wein aus der Felsterrasse als einer der beeindruckendsten Rieslinge aus der ohnehin sehr hochklassigen Kollektion der 2016er. Dieser Wein liefert im Duft eine sehr präzise Vorahnung auf das, was einen am Gaumen erwartet: pure, rassige Mineralität, Tiefe, Druck und Konzentration bei maximaler Helligkeit und Frische. Dabei zeigen sich Noten von Zitrusfrüchten, Kernobst (vornehmlich gelber Apfel) und Steinobst (mit reifen Mirabellen) zusammen mit Stein und Kräutern, aber ebenso Noten von Zuckergebäck und Bienenwachs, die dem Riesling eine zusätzliche Dimension verleihen.

 

Gaumen:

Dieser Busch-Wein brilliert mit großer Tiefe und Präzision, obwohl er sich auf einem Alkohol-Level bewegt, der eher nach Mittelmosel als nach Terrassenmosel klingt. Er spielt locker und leicht, aber doch markant und kraftvoll auf der Bühne und das mit klarer und reifer Säure, die in diesem Jahr einen natürlichen biologischen Säureabbau mitgemacht hat. Die daraus entstandene Milchsäure zeigt sich naturgemäß etwas defensiver und cremiger als die harschere Apfelsäure, doch das tut dem Wein gut und fügt sich perfekt ins elegante Gesamtbild ein. Auch hier verbinden sich Kernobst, Steinobst und zitrische Noten mit Schieferwürze und Trockenkraut, werden aber ergänzt durch Salzigkeit und geradezu aufgeputscht von einer pulsierenden Mineralität, die diesen Moselaner in ein nicht enden-wollendes Finale trägt. Das ist ein schlichtweg großer Riesling.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
Parse Time: 0.759s