Riesling Hallgarten Hendelberg Erste Lage Print informations
Artikelnummer 9912011072
Drink from: 2018
Drink to: 2032
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 9,2 g/l
Sweetness 4 g/l
Manufacturer Weingut Peter Jakob Kühn, Mühlstraße 70, 65375 Oestrich-Winkel / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-003
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 23.10.2018, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information um Wein

Die Trauben dieses Weines stammen aus den Lagen Adelshauser Hallgarten, Jungfer Hendelberg, Hallgartener Würzgarten und Hallgartener Schönhell. Nach dem fordernden Witterungsverlauf mit extrem viel Handarbeit wurden sehr gesunde hochreife Trauben ohne jegliche Botrytis geerntet. Dafür allerdings sind es rund 50 % weniger als im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Ernte wurde als Ganztrauben über sechs Stunden hinweg sehr langsam gepresst, spontan vergoren und bis zum April 2018 zur Hälfte im Edelstahl, zu anderen Hälfte im Holz ausgebaut.

 

Farbe

mittleres Strohgelb

 

Nase

Wenn man so will, dann ist der Rheinschiefer aus Hallgarten so etwas wie die Maxi-Version des Jacobus. Entsprechend ähnelt er ihm im Bukett. Allerdings wirkt der Wein schon im Duft in sich ruhender, feiner und geschlossener. Den Auftakt bildet hier ein wenig Salbenbasis, über der ein dichtes Bukett aus weißen Blüten, Kräutern und einer hellen Frucht liegt. Gelbes und weißes Steinobst, etwas grüner und gelber Apfel sowie Quitte verbinden sich mit Zitronen und Trauben. Neben der Frucht finden sich nasser Stein, frische Kurkuma-Wurzel und Curry.

 

Gaumen

Auch am Gaumen kann man sehr schön nachvollziehen, wie sich Gutswein und Ortswein aus ähnlichen Lagen unterscheiden. Baut der Jacobus fast ungestüm Druck auf mit prägnanter Säure, findet sich hier im Rheinschiefer die gleiche fordernde Säure in einem etwas gesetzteren Zusammenspiel von Frucht, Würze und Stein. Die zitrische Säure verbindet sich mit etwas Ingwer und Zitronengras sowie mit deutlich salzigen Noten und etwas Phenolik zu einem Riesling, der schlank und gewandt ist, der seinen Namen nicht umsonst trägt und deutlich den Rheinschiefer mit ins Geschmacksbild bringt – was noch klarer wird, wenn man den Quarzit aus Oestrich daneben probiert. Wunderbar ist das salzige, von vibrierender Mineralik und heller Frucht geprägte lange Finale. Ortsweine, das muss man auch hier feststellen, sollten viel präsenter in der Wahrnehmung sein.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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