IDIG Riesling Königsbach Grosses Gewächs Print informations
Artikelnummer 9912015070
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 6,2 g/l
Sweetness 1 g/l
Manufacturer Weingut A. Christmann, Peter-Koch-Str. 43, 67435 Gimmeldingen/Pfalz / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-003
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 11.10.2017, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information zum Wein:

Der Idig ist das Kernstück des Weinguts. Erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt, ist er bis heute eine ungeteilte, vier Hektar große Monopollage. Der Hang fällt steil nach Südsüdost ab und ist geprägt von einem massiven Kalkunterboden und einer Terra-Fusca-Kalkgeröllauflage mit Buntsandsteingeröll und Basalt. Der Idig kann sicher zu den wenigen Grand-Cru-Lagen gezählt werden, die Deutschland zu bieten hat. Der Riesling wurde im November komplett botrytisfrei gelesen. Er stand bis zu sechs Stunden auf der Maische, wurde spontanvergoren und wie alle Christmann’schen Weine bis auf 2 Gramm Restzucker heruntergegoren und im großen Doppelstückfass ausgebaut.

 

Farbe:

brillantes Goldgelb

 

Nase:

Einen Idig zu öffnen ist immer etwas Besonderes. Und so auch, um es vorwegzunehmen, ganz besonders hier beim 2016er Königsbacher Idig. Das Große Gewächs öffnet sich relativ rasch mit einem gelben und würzigen Auftakt. Reifes Steinobst trifft hier auf eine Handvoll Curryblätter, hellen Tabak, Pfeffer und ein wenig Kümmel. Im Hintergrund nimmt man steinige, nussige und leicht hefige Noten wahr. Je mehr Luft der Wein zieht, desto tiefgründiger und dunkler wird er in seiner Aromatik.

 

Mund:

Am Gaumen setzt sich diese Reise in die mögliche Tiefe und Komplexität deutschen Rieslings natürlich fort, auch wenn hier zunächst einmal vordergründig die saftige und doch kühle Steinobst- und Zitrusaromatik die Erste Geige spielt. Nach und nach aber setzen die anderen Stimmen ein: leicht exotische Fruchtnoten, wieder der Virginia-Tabak, noch mehr Nüsse, als in der Nase zu erahnen waren, Pfeffer, Senfmehl, Kurkuma, etwas kandierter Ingwer und viel, viel Kalk. Mit der Zeit wird der Wein immer spannender und baut immer mehr Druck auf. Man kann schon Gänsehaut bekommen und sich verwundert die Augen reiben, dass dieses große Orchester schon jetzt, einige Monate nach der Abfüllung, spielt. Das ist außergewöhnlich und hebt den Wein aktuell noch stärker hervor in seiner Position als primus inter pares. 2016 ist allgemein, aber beim Idig besonders, ein ganz großer Wurf im Hause Christmann.



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