Pernand-Vergelesses 1er Cru Print informations
Artikelnummer 9910216103
Drink from: 2019
Drink to: 2029
Residual sugar M
Drink temperature 15°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 4,0 g/l
Sweetness 0 g/l
Manufacturer Chandon de Briailles, 1 Rue Soeur Goby, 21420 Savigny-Lès-Beaune / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-01
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 31.05.2017, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information zum Wein:
Der Pinot Noir stammt aus der 18,06 Hektar großen Premier-Cru-Lage Les Vergelesses in Pernand-Vergelesses. Das Terroir von Pernand-Vergelesses ist ähnlich wie das am Corton-Hügel von kiesel- und kalkhaltigem roten Mergel geprägt, der über einen hohen Eisenanteil verfügt. Der Tonanteil liegt in Chandons tief liegender Parzelle bei etwa 30 %. Die Domaine verfügt über 1,22 Hektar in Ostausrichtung.

Im Jahr 2014 hatte François de Nicolay es nach dem verheerenden 2013er Hagel wieder mit Hagel zu tun, allerdings mit deutlich weniger. Dafür kam, ähnlich wie in deutschen Weinbergen, die Kirschessigfliege und sorgte für Ernteausfälle. Doch trotz der Widrigkeiten ist der 2014er ein bildschöner, fruchtbetonter Jahrgang geworden. Der Les Vergelesses stammt von 60 Jahre alten Reben, wurde zwischen dem 18. und 26. September gepflückt und penibel aussortiert. Der Wein wurde mit einem Anteil von 40 bis 50 % ganzen Trauben vergoren.

 

Farbe:
mittleres Kirschrot

 

Nase:
Im Gegensatz zum weitaus helleren und kirschfruchtigeren Savigny öffnet sich Les Vergelesses dunkel und würzig mit einer kühlen und schon in der Nase saftig wirkenden reifen Pinotfrucht. Sie wird eingerahmt von erdigen Noten, Unterholz und Blüten. Holz spielt bei Chandon de Briailles, wo ausschließlich mit mehrjährigem Holz gearbeitet wird, nur eine Nebenrolle, wenn auch eine entscheidend strukturierende.
 

Mund:
Genau diese Struktur wird am Gaumen deutlich, wo das Holz die Frucht einrahmt. Der Pinot zeigt hier die Kraft, die im Duft nur zu erahnen war. Auch hier finden sich das Unterholz, die Erde und eine Würze, die den Wein ländlich geerdet erscheinen lassen, wobei das Wort »rustikal« wegen seiner unpassenden Konnotationen hier vermieden wird. Das ländlich Wirkende in diesem Wein ist nämlich eher positiv zu sehen. Es ist ein stimmiger Teil des Gesamtbildes, in dem vor allem die Konzentration von Frucht und Würze sowie die Lebendigkeit und die kühle, frische Säure im Vordergrund steht.

 



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:

  • Kross gebratene Wildente mit eingelegten Kirschen und Polentastäbchen
  • Maibock im Salzteig mit gebratenen Steinpilzen und Cassis-Jus
  • Auf der Haut gebratener Zander mit Roter Bete und Apfel-Balsamico

 
Parse Time: 0.721s