Királyudvar , Tokaj

Tokaji Cuvée Ilona

Furmint, 2008, 500ml, Hárslevelü

 
Tokaji Cuvée Ilona Print informations
Artikelnummer 9910050005
Drink from: 2015
Drink to: 2035
Residual sugar MMMMM
Drink temperature 11°
Alcohol Content 10,5%
Acidity 9,0 g/l
Sweetness 192 g/l
Manufacturer Kiralyudvar KFT, H-3915 TARCAL / Ungarn
Allergene enthält Schwefel

 

 

 

Verkostungsnotiz von vom 02.10.2016, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Királyudvar

Wer an Tokaji denkt, hat möglicherweise zuerst Bilder des Habsburger Hofes vor Augen und Geschichten der K.u.K.-Monarchie. Wohl kaum ein Wein ist so eng mit den königlichen Höfen und deren Prestige verbunden, wie der Tokaji. Entsprechend waren die edelsüßen Weine auch immer »der Wein der Könige und der König der Weine«, wie Ludwig XIV. es umschrieben haben soll. Eines der Häuser, die schon sehr früh den ungarischen Hof mit Weinen beliefert haben, ist Királyudvar, was so viel heißt wie »der Hof der Könige«. In der goldenen Zeit des Tokaji vom 16. bis ins 18. Jahrhundert gehörten die Tokaji Aszú von Királyudvar zu den berühmtesten der Welt.

 

Informationen zum Wein

Furmint und Hárslevelü aus später Lese mit einiger Botrytis aus dem Lapis-Weingarten. Im Gegensatz zum Aszù, wo mazerierte, edelfaule Beeren nach Gewicht zum Grundwein dazukommen, werden hier die Beeren direkt gemeinsam vergoren und fünf Monate in gebrauchten 225-Liter-Fässsern ausgebaut.

 

Farbe

Tiefes Gold mit bernsteinfarbenen Reflexen

 

Nase

Schon in der Nase meint man eine feine Säure wahrnehmen zu können, die den vollen, tief goldenen Duft durchzieht. Lindenblütentee mit einem Hauch von Earl Grey, Orangen samt Blüten und Schalen, Bienenwachs und getrocknetes Steinobst prägen den intensiven Duft, der eher an elsässische Vendanges Tardives erinnert denn an einen klassischen Tokaji.

 

Gaumen

Mit ihrer Frische und facettenreichen Säure bietet die Cuvée Ilona schon jetzt große Trinkfreude, auch wenn sie sich noch gut zwei Jahrzehnte zum Positiven weiterentwickeln wird. Die Cuvée zeigt sich kraftvoll und jugendlich, wenngleich ein wenig Schwarztee durch die intensive Frucht scheint. Auch hier verbindet sich die Steinobstfrucht, vornehmlich Marille, mit Orangennoten. Im Gegensatz zu einem Aszù ist die Frucht frischer, lebendiger und mit der markanten und pikanten Säure fordernder. Die Cuvée aus Furmint und Hárslevelü zeigt sich perfekt balanciert.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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