Nikolaihof Vinothek, Riesling trocken (Gefüllt in 2016) Print informations
Artikelnummer 9870008050
Drink from: 2016
Drink to: 2030
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 6,3 g/l
Sweetness 6 g/l
Parker Points 93
Manufacturer Nikolaihof Wachau, Nikolaigasse 3, 3512 Mautern / Austria, Bio-Zertifikat: AT-BIO-301
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 27.07.2016, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Wein

Nikolaihof, Vinothek Riesling 2000, Wachau, 12,5 %

 

Informationen zum Wein

Bei der Vinothek-Füllung handelt es sich um einen Riesling Smaragd im Weingebirge, der besonders lange im 3.500-Liter-Eichenholzfass gelagert wurde, um nach 15 Jahren in die Flasche zu gelangen.

 

Farbe

goldgelb

 

Nase

Wie so oft bei Weinen vom Nikolaihof ist die Nase zurückhaltend. Zunächst spürt man einen leichten Zug von Maggikraut, der jedoch schnell verfliegt. Neben einem Grundrauschen von junger Marille und Kamille ist die tiefe kräutrige und steinige Würze das Markenzeichen dieser Wachauer Weine.

 

Gaumen

Wer bei diesem nicht ganz günstigen, gereiften Wein eine Explosion am Gaumen erwartet, sollte schnell weitergehen. Dieser Riesling ist anders. Er brennt sich leise und dafür um so nachhaltiger ins Gehirn des Weintrinkers. Er tut dies mit einer Feinheit und gleichzeitigen phenolisch-würzigen Tiefe, dass einem kurz die Gesichtszüge entgleiten könnten. Das Säurerückgrat ist so fest gewirkt, als habe der Vinothek mehrere Jahre Kieser-Training auf dem Buckel. Die Säure fließt wie ein Fluss um gelbe Früchte und Flusssteine. Der Riesling ist saftig, hell und bringt immer mehr Stein, Salz und Würze mit sich, als habe er ein unerschöpfliches Potential. Mit Luft offenbart der 16 Jahre alte Riesling eine große Tiefe, die jedoch nie unergründlich wird. Der Riesling bleibt transparent und klar, wird von Stunde zu Stunde samtiger, während er vor Lebenslust vibriert. Wo andere Rieslinge längst aufgegeben haben, fängt dieser 2000er sein zweites Leben gerade erst an.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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