Ùnic, Côtes Catalanes rouge IGP Print informations
Artikelnummer 9910235054
Residual sugar M
Drink temperature 16°
Alcohol Content 13,5%
Manufacturer Marjorie et Stéphane Gallet, 1 Route de Montner, 66720 Latour de France / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-10
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 23.08.2021, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Marjorie und Stéphane Gallet lernten sich auf der Agrarhochschule in Perpignan kennen, gingen jedoch erst einmal getrennte Wege. Erst die gemeinsame Passion zu Pferden und später dem Wein brachte sie wieder zusammen. Stéphane arbeitete damals in einem größeren Betrieb im Maury, während Marjorie in Calce bei Gauby erste praktische Erfahrung in der Biodynamie sammelte. In 2003 lieh sie sich Geld von Freunden und machte sie sich damit selbständig. Das Areal hieß eigentlich Roc Blanc, benannt nach einer weißen Quartzader, die aus dem schwarzen Schiefer herausragt. Marjorie entschied sich jedoch für die Umbenennung in Roc des Anges, zu Deutsch: Engelsfelsen. Mittlerweile gehört die Kellerei zu den ersten Adressen der Region und umfasst 30 Hektar Reben auf einem Mosaik unterschiedlicher Böden.

 

Die Einzellage Unic wurde 1991 gepflanzt, ist vergleichsweise jung und ausschließlich mit Grenache Noir bestockt. Die Böden bestehen aus durchlässigem, verwittertem Schiefer. Finesse und Transparenz statt des Grenaches in all ihren Möglichkeiten zum Maximum zu führen sind beim Unic Leitmotiv.

 

Farbe:

Transparentes Rubinrot, leuchtend und klar.

 

Nase:

Langer roter Pfeffer, Kirschen und Lorbeer definieren die mediterrane Melange. Die delikate Frucht bespielt das rote Spektrum, dunkel umrahmt von milden Gewürznoten, Rosenblättern und etwas Weihrauch. Ätherisch und schwebend scheinen die würzigen Facetten stets wie ein Accessoire. Anregend wie ein marokkanischer Markt verbindet er Komplexität und Finesse zu einem hocharomatischen Kaleidoskop.

 

Mund:

Im Antrunk zeigt sich der 2020 Unic der Domaine Roc des Anges mit zurückhaltender Noblesse und hochfeinem Auftritt. Die Frucht ist gesäumt von seidig feinem Gerbstoff, alles wirkt mehr wie ein Hauch denn physisch präsent. Rotfruchtig und zart erinnert die Grenache an Amarena-Kirsch, die Gerbstoffe mit ihren noblem Bitterstoffen an hochprozentige, dunkle Schokolade. Ein subtiler, feinfühliger Wein mit guter Spannung und einem Auftritt, der nicht über Intensität, sondern durch Finesse bestimmt wird.



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Tomate, Zwetschge und Burrata mit Olivenöl und Cassis-Essig
  • Gebratene Sardinen mit Raz el Hanout
    (Fisch)
  • Lamm Tagine mit Aubergine und Trockenpflaumen

 
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