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Winzer-Frost-Unterstützung


Winzer-Frost-Unterstützung

Château de Berú

Dominique Derain

Andreas Tscheppe




Diesmal haben wir ein besonderes Anliegen an Sie. Wie Sie wahrscheinlich mitbekommen haben, hat dieses Jahr der Frost vielen Winzern schwerwiegende Schäden hinterlassen. Von unseren Winzern hat es Athénaïs BerúAndreas Tscheppe und Dominique Derain besonders schwer getroffen. 

Wir haben uns nach dieser frostigen Hiobsbotschaft überlegt, wie man die Winzer unterstützen und ihnen über das ausgefallene Jahr hinweghelfen kann. Wir möchten auf 2,50€ (Netto) von unserer Marge verzichten und auch Sie als unseren Kunden bitten die Winzer in ihrer prekären Lage mit weiteren 2,50€ (Netto) pro Flasche zu unterstützen.
 
Gerade erschienen! Top Bewertungen!
Vinum 6/2016: "Marktschau: Weisse aus dem Burgund"

"Weisser Burgunder gilt als der Essensbegleiter schlechthin - das Burgund allerdings als die komplizierteste Weinregion schlechthin."

Während unsere beiden Winzer aus dem Burgund an der dynamischen Stärkung ihrer Weinberge arbeiten, hat die Vinum ihren Guide Burgund, in der frisch gedruckten Ausgabe, veröffentlicht. Und es gibt gute Nachrichten, die ersten vier Plätze wurden von unseren "Frost-Winzern" belegt! Es ist also jeden Cent wert, diese Winzer mit ihrer hervorragenden Arbeit zu unterstützen. 
 
17,5 von 17,5 Punkte
Château de Béru, Béru
Chablis AOP Clos Béru Monopole 2012
"Als stünde man im Wingert und naschte die vollreifen Trauben. Vollmundiger und fruchtsüsser als die anderen Weine von Béru. Am Gaumen dann eine köstliche Tarte au Citron, dazu cremiger weisser Weinbergspfirsich. Im Finish schliesslich kraftvolle Mineralität und Erdung."
 
17,5 von 17,5 Punkte
Dominique Derain, Saint-Aubin
1er Cru Sur le Sentier du Clou 2014
"Ein Wein, der ganz laut nach Luft ruft. Ungemeine Spannung mit herrlichen weissen Taninen am mineralisch-salzigen Gaumen. Grossartig strukturiert, hochkomplexer Apfel, edler Rauch, orientalische Kräuter. Trotz alledem nicht angestrengt, sondern in sich ruhend."
 
17 von 17,5 Punkte
Château de Béru, Béru
Chablis AOP Orangerie 2014
"Ob es der Name macht, dass man an vollreife Orangen denkt? Auch am Gaumen dominiert die Südfrucht, allerdings findet sich hier mehr Blutorange. Alles null anstrengend! Frisch und vollmundig-saftig, wie ein leichter Frühlingshauch im Finish. Man möchte darin baden."
 
17 von 17,5 Punkte
Dominique Derain, Saint-Aubin
Saint-Aubin AOP En Vesvau 2014
"Ein Aha-Effekt schon in der Nase. Ungewöhnlich würzige, zitrische Fruchtaromen, die sich köstlich am seidigen Gaumen fortsetzen. Bleibt in seiner Komplexität unglaublich lange nach dem Finish am Gaumen. Braucht viel Luft. Fester Kern, wird famos reifen!"
Frost-Webshop-Artikel

Sollten Sie die Weine über unseren Webshop beziehen, haben wir für jeden Winzer einen extra Artikel angelegt und bitten unsere Kunden, diesen zusammen mit der jeweiligen Flaschenanzahl in den Warenkorb zu legen. Bitte helfen auch Sie mit! Danke.
Zu den Frost-Unterstützungs-Artikeln
 
Hier haben wir die Winzer auch selbst zu Wort kommen lassen: 
(bitte auf die jeweiligen Interviews klicken)
Zum Video: Frost - Andreas Tscheppe
Zum Video: Frost - Dominique Derain
Zum Video: Frost - Athénais Berú
Zum Video:
Frost - Andreas Tscheppe
Zum Video:
Frost - Dominique Derain
Zum Video:
Frost - Athénais Berú
Spätfrost im Weinberg
Nachdem in diesem Jahr der Winter recht mild war, sind die Reben sehr früh ausgetrieben. Ende April, gab es in einigen Weinbauregionen einen starken Wettersturz mit Frost und teilweise auch starkem Schneefall. In den Sozialen Medien konnte man anhand von eindrucksvollen Bildern mitverfolgen, wie die Winzer versuchten die Knospen Ihrer Weinreben zu schützen.
Fotos: Aurélien Ibanez (Chablis)
Fotos: Aurélien Ibanez (Chablis)
Fotos: Aurélien Ibanez (Chablis)
Bei kurz anhaltendem Spätfrost kann man als Frostschutz die Feuerung mit Gas/Öl oder die Bewindung mit Windmaschinen bzw. Beregnung einsetzen. Doch dies ist in manchen Lagen nicht möglich und  der Frost war dieses Jahr zu extrem. Peter Schwappach ist an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) zuständig für den Rebschutz. Er erklärt: „Am nächsten Tag sieht man noch nichts, aber innerhalb von zwei Tagen werden die Knospen oder jungen Triebe braun und fallen ab." So mussten die Winzer katastrophale Schäden ihrer Knospen hinnehmen.
Leider waren vom Spätfrost auch unserer Winzer betroffen. Besonders schwer hat es dieses Jahr Athénaïs de Berú, Dominique Derain und Andreas Tscheppe getroffen.
Auf dem Hügel von Berú hat der „schwarze Frost“ einen Ausfall von 100% Prozent hervorgerufen. Athénaïs hofft noch auf neue Austriebe, um 2016 wenigstens noch ein paar Flaschen zu produzieren. Die Trauben dieser späten Triebe brauchen jedoch jetzt ein warmes Jahr, um im kühlen Chablis überhaupt noch reif zu werden. Zudem ist der Traubenansatz an diesen Trieben meist sehr schwankend.
Fotos: Athénais de Berú
Auf der folgenden Karte von Chablis kann man deutlich sehen, wo der „schwarze Frost“ am schlimmsten war. Die Lagen von Athénaïs sind normalerweise nicht vom Frost betroffen, da sie sehr windig sind. Doch jetzt war Berú direkt im Herzen dieses Desasters. Es war ein wirklich außergewöhnlicher Frost für diese Jahreszeit im Chablis.
Foto: facebook „Clos Beru“
Besonders tragisch war es auch für Andreas Tscheppe, der nun im dritten Jahr in Folge einen Ausfall in Kauf nehmen muß.

2014 wurden seine Weinberge durch den Rhombenspanner befallen, was bei ihm noch nie vorgekommen war. Die Raupen haben im Frühjahr 50% der Augen und die damit verbunden Ertragsmöglichkeiten weggefressen. 
Das war zwar die Basis, für einen hervorragenden Jahrgang 2014, aber die Erntemengen waren katastrophal niedrig.

2015 traf ihn Anfang Juli der Hagel, wodurch 60% am Czamillonberg (Blaue Libelle und Chardonnay) und am Krepskogel um die 40% geschädigt wurden. Letztendlich hatte Andreas Tscheppe 40% mehr Ernteaufwand und 50% weniger Ernteertrag.

2016 war bis jetzt schon ein spezielles Jahr - in einer Woche hatte er 5 Naturextreme:
  • Frost
  • 40 cm Schnee
  • 130 lt Regen in zwei Tagen
  • Erdrutsche in Folge
  • Die ersten Hagelkörner (waren zum Glück folgenlos)
In der am schlimmsten betroffenen Südsteiermark sprechen Winzer schon von Ausfällen zwischen 70 und 100 Prozent. Das wäre eine Katastrophe für das Weingut Andreas Tscheppe, das endlich einmal wieder eine mengenmäßig "normale" Ernte bräuchte.

In Südösterreich gab es laut Meteorologen derartige Neuschneemengen, bis in die tiefen Lagen, in der zweiten Aprilhälfte zuletzt vor 30 Jahren. In der Steiermark dürften laut Schätzungen der Landwirtschaftskammer tausend Hektar Weingärten durch den Frost und Schnee geschädigt sein. Das entspricht knapp einem Viertel der gesamten steirischen Weinbaufläche. Allein in der Steiermark werden die Frost- und Schneeschäden in der Landwirtschaft auf 125 Millionen Euro geschätzt, so die steirische Landwirtschaftskammer.
Fotos: Andreas Tscheppe
Bei Dominique Derain war die Nacht zum 27. April am schlimmsten, in der die Temperaturen stellenweise bis auf minus sechs Grad sanken. Da nützen auch alle Gegenmaßnahmen nichts mehr. Quer durchs Anbaugebiet seien sogar Abschnitte betroffen gewesen, die dem Frost normalerweise entkämen – ein „extrem seltenes Phänomen“, wie der Fachverband der Burgunder Weine (BIVB) schreibt.
Für Dominique Derain, der seine Weinberge dort erst vor wenigen Jahren gekauft hat, kann dieser Frost und der dadurch entstandene Ausfall, sogar existenzielle Folgen haben. Er musste bereits in den letzten Jahren Ernteausfälle durch Frost und Hagel verzeichnen.