Die Angaben zur Trinkreife sind Vorhersagen die auf Daten der Weingüter und unseren Verkostungen beruhen. Hierfür wird keine Garantie übernommen.
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süsse auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
 | Trocken |
  | Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang |
   | Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess |
    | Süßlicher Wein |
     | Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit |
| VT | Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt. Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule. |
| SGN | Bei der Sélection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet. Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss. |
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
Parker Punkte steht für die Kritikerbewertungen von Robert Pakers Wine Advokate und eRobertParker.com. Das Copyright verbeibt bei The WineAdvocate, Inc.
Winespectator steht für die Kritiker Bewertungen von Bruce Sandersons WineSpectator. Das Copright verbleibt bei WineSpectator Online.
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Verkostungsnotiz von vom 12.10.2012, Copyright Christina Hilker und Vinaturel:
Kurzvita Christina Hilker:
Nach ihrer Ausbildung im Hotel Bareiss in Baiersbronn war Christina Hilker Chef-Sommelière im Stuttgarter Zwei-Sterne-Restaurant Speisemeisterei. Sie hat 2003 die Trophée Ruinart als beste Sommelière Deutschlands gewonnen und wurde 2005 vom Gault Millau als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet. Heute ist sie für den süddeutschen Raum der Agentur Sommelier Consult verantwortlich.
Farbe/Aussehen:
Ganz helles Grüngelb; feinperliges zurückhaltendes Mousseux.
Nase:
Der Privat Brut Nature Reserva duftet zurückhaltend nach grünem Apfel, frischen Trauben und Zitrus. Genauso fein und zurückhaltend wie die Frucht präsentiert sich die Mineralität des Bodens im Glas untermalt aber das Aromenspektrum gekonnt und verleiht der Aromatik Komplexität.
Gaumen:
Am Gaumen präsentiert sich der Privat Brut Nature Reserva anregend und dezent.Die grünen Apfelnoten und die Zitrusfrucht wirken sehr anregend und das feine Mouusseux erfrischt den Gaumen verbleibt aber begleitend im Hintergrund. Die feine Mineralität im Nachhall macht Lust auf ein weiteres Glas.
Alta Alella
Josep-Maria Pujol von Alta Alella war jahrelang als Professor an der önologischen Fakultät von Tarragona tätig und viele Starwinzer aus dem Priorat und Penedès zählten zu seinen Schülern. Im Jahr 1991 fand Josep-Maria in der Nähe seines Heimatortes zwischen Alella und Tiana das geeignete Terrain um sein eigenes Weingut zu verwirklichen. Alte Weinberge, die großteils von einem Naturschutzgebiet umsäumt sind, wurden rekultiviert und andere neu angelegt. Josep-Maria setzte von Anfang an auf ökologischen Anbau. Hier wir noch manuell und in kleinen Kisten gelesen, ein Prozess, den sich nur einige wenige Cava Produzenten leisten. Alle Flaschen werden von Hand gerüttelt und ohne Dosage, also Brut Nature, abgefüllt. Auf jeder Flasche ist das Degorgierdatum vermerkt.
Speiseempfehlungen von Christina Hilker:
- solo zum Apéritif oder in Begleitung von in Tempurateig ausgebackenem Gemüse
- Frischkäsehäppchen auf Toast mit Apfelspalten
- gedünsteter Kabeljau mit Weißweinjus und Gemüse