Information zum Wein
Der Clos de la Roche besitzt eine braune, kalkhaltige Bodenauflage, die stellenweise
nur 30 cm dick ist. Darunter finden sich große Felsstücke (roches), die der Lage ihren
Namen gegeben haben. Der Jura-Unterboden stammt aus der Epoche des Bajocium. Sein
Gehalt an Lehm entspricht demjenigen des Clos Saint-Denis und des Chambertin. Der Wein stammt aus zwei Bereichen: Monts Luisants mit 62 Ar; gepflanzt zwischen 1955 und 1965 auf Hängen mit 25% Gefälle. Fremières mit 28 Ar; bepflanzt zwischen 1953 und 1960.
Die Weinlese hat am 1. September begonnen. Ein frühreifes Jahr mit Hitzerekorden das ganze Jahr über. Der Frühling war mild, der Sommer sehr sonnig und trocken.Der starke Regen Ende Juni (bis zu 150 mm in wenigen Tagen) half denReben, dem Wasserstress im Juli und August zu widerstehen. Die Weinbereitung erfolgte mit ca. 33 % an ganzen Trauben. Kürzere Maischestandzeiten als früher (15 bis 17 Tage anstelle von 20 Tagen), um zu Tanninextraktion zu vermeiden. Sehr wenig Unterstoßen eher Infusion als Extraktion. Sanftere Pressung als früher. Es wurden drei Fässer erzeugt.
| Certification | EU-Bio certified |
|---|---|
| BIO-Code | FR-BIO-01 |
| Region | Burgund |
| Grapes | Pinot Noir/Spätburgunder |
| Volume in ml | 750 ml |
Analysis data
| Alcohol content | 13.5 |
|---|---|
| Sweetness | 1 |
| Non-sulfurized | Yes |
| Allergens | Enthält Sulfite |
Farbe
mittel transparentes Granatrot
Nase
Naturgemäß wirkt dieser blutjunge Grand Cru noch sehr verschlossen. Doch kann man hier schon eine großartige Finesse mit einem ganz zurückgenommenen aber feinen Holz erahnen. Dazu kommen dezente Noten von Süßkirschen, florale Elemente, etwas warmer Torf und Unterholz.
Gaumen
Am Gaumen entfaltet sich der Wein dann auf wunderbare Weise. Er besitzt eine seidige Säure, eine große Tiefe und Dichte wirkt dabei aber schwebend fein und lang. Man findet neben der roten und dunklen Frucht ein wenig Eisenerz im Hintergrund, wiederum warmem Waldboden und feinste Extraktsüße. Der Clos de la Roche wirkt ausgesprochen verführerisch, balanciert und lang und es wird schwer sein, ihm allzu lange zu widerstehen.
Tasted in February 2025

Christoph Raffelt, der Herausgeber des Blogs orginalverkorkt.de , schreibt seit 2007 über Wein. Mittlerweile ist das Blog originalverkorkt.de mit mehr als 800 Artikeln zu einer festen Größe in der deutschsprachigen Weinwelt geworden. Neben der Bloggerei hat es ihm das Podcasten angetan. Zusammen mit seinem Freund Holger Klein gibt es alle vier bis fünf Wochen die Weinunterhaltungssendung WRINT Flaschen. Dazu erscheinen Originalverkorkt-Podcasts mit Persönlichkeiten aus der Weinwelt. Zudem schreibt er regelmäßig für Schluck, effilee und die taz.
Rinderfilet mit Sauce Périgueux (Rind)
Tagliatelle mit schwarzen Trüffeln & Butter (vegetarisch)
Fasan mit Trüffeljus & Selleriepüree (Wildgeflügel)

Christoph Raffelt, der Herausgeber des Blogs orginalverkorkt.de , schreibt seit 2007 über Wein. Mittlerweile ist das Blog originalverkorkt.de mit mehr als 800 Artikeln zu einer festen Größe in der deutschsprachigen Weinwelt geworden. Neben der Bloggerei hat es ihm das Podcasten angetan. Zusammen mit seinem Freund Holger Klein gibt es alle vier bis fünf Wochen die Weinunterhaltungssendung WRINT Flaschen. Dazu erscheinen Originalverkorkt-Podcasts mit Persönlichkeiten aus der Weinwelt. Zudem schreibt er regelmäßig für Schluck, effilee und die taz.
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
