Vergleich mit
konventionellem Weinbau
Vergleich mit konventionellem Weinbau
Bio ist nicht gleich Bio. Die Vielzahl unterschiedlicher Bioverbände mit jeweils eigenen Richtlinien und Labels sowie unterschiedlichen Zertifizierungssystemen ist für Sie als Verbraucher nahezu unüberschaubar. Den Mindeststandard legt die EU-Öko-Verordnung fest. Bisher regelte sie nur die Arbeit im Weinberg. Erst mit der neuen EU-Öko-Verordnung, die mit Beginn des Jahres 2009 in Kraft tritt, wird auch die Arbeit im Weinkeller bestimmt.
Dennoch wird auch diese neue Regelung weit hinter den Anforderungen der biodynamisch arbeitenden Winzer liegen. Ab 2009 dürfen "Öko-Winzer" nach EU-Recht sogar auf gentechnisch hergestellte Zusatzstoffe zurückgreifen, sofern diese nicht mehr in gentechnisch unveränderter Form zur Verfügung stehen. Eine Garantie für wirklich sauberen Weingenuss bieten Ihnen daher, wie bereits in der Vergangenheit auch, nur Weine, die etwa nach Demeter, Naturland oder Biodyvin zertifiziert sind.
Die Vielfalt an Chemie und Technik, die nach dem Recht der EU und den jeweiligen einzelstaatlichen Regelungen zulässig ist, ist in ihrer Fülle kaum mehr überschaubar. Allein die Verordnung der EU umfasst mehr als 5 Seiten zulässiger önologischer Verfahren und chemischer Zusätze. Der Einsatz chemischer und technischer Hilfsmittel im Weinberg setzt sich im Weinkeller konsequent fort. Von Wein als ein Naturprodukt kann da eigentlich keine Rede mehr sein.

